Marseille – Sehenswürdigkeiten und Tipps für den Urlaub

Schon die ersten griechischen Siedler Marseilles, in der Antike, schätzten die Lage und das milde Klima, mit häufig gutem Wetter.
Heute vereinen sich Vergangenheit und Moderne, in der zweitgrößten Stadt Frankreichs und dem französischen Tor zum Mittelmeer. Hinzu kommen beeindruckende Landschaften, in der Umgebung, von Marseille.

Kulturelle Vielfalt

Praktisch seit seiner Gründung wird Marseille von Einwanderern geprägt. Von Griechen und Römern in der Antike, bis hin zu Italienern oder Afrikaner und Araber, aus den ehemaligen französischen Kolonien, in den letzten Jahrhunderten. Zudem leben in Marseille so viele Juden, wie in kaum einer anderen Stadt Europas. Hinzu kommt noch die südfranzösische, bzw. provenzalische Lebensart, der Region. Bedingt durch die Einwanderung, besonders aus dem Maghreb, ist die Kriminalität in manchen Stadtteilen recht hoch, im Zentrum wurde sie allerdings weitgehend erfolgreich bekämpft. Diese kulturelle Vielfalt, zeigt sich besonders auf den verschiedenen Märkten, wo Händler Produkte aus aller Welt, aber eben auch Bauern aus der Provence, ihre Waren anbieten. Entsprechend vielfältig sind auch die kulinarischen Angebote, an Essen und Trinken. Dies gehört in Frankreich schließlich dazu. Aus Marseille selbst, stammt z.B. die Bouillabaisse.
Es gibt zahlreiche Theater und das Nachtleben, wird von zahlreichen Discotheken und Musikkneipen bestimmt.

Sehenswürdigkeiten in Marseille

Sehenswürdigkeiten in Marseille: Alter Hafen und Basilika

Sehenswürdigkeiten in Marseille: Alter Hafen und Basilika

Zugegeben, die Südfranzösische Metropole, ist in weiten Teilen keine wirklich schöne Stadt, da sie überwiegen durch Hafen, Industrie und Neubauvierteln geprägt ist. Dennoch gibt es zahlreiche Ecken und Sehenswürdigkeiten in Marseille, welche man besuchen sollte. Da es diesen Artikel sprengen würde, alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, an dieser Stelle nur die wohl wichtigsten.
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist der alte Hafen, Vieux Port. Rund um das Hafenbecken, einem Yachthafen, finden sich viele Geschäfte für Shopping, sowie zahlreiche Restaurants. Im Eingangsbereich zum Vieux Port, liegen die Festungen Fort St. Jean und Fort Saint Nicolas. Übrigens kann man hier mit einer Schwebefähre auf die jeweils andere Seite des Alten Hafen gelangen.
Nicht weit entfernt liegt auch die imposante Kirche Cathédrale de la Major, deren Kuppel alleine schon 70m hoch emporragt.
Durch die ebenfalls sehenswerte Altstadt und dann recht steil, etwa 160 Höhenmeter bergauf, geht es zur Basilika Notre Dame de la Garde, dem Wahrzeichen der Stadt. Von der Basilika Notre Dame de la Garde, hat man einen herrliche Aussicht auf die Stadt, die Landschaften und das Meer mit der vorgelagerten Inseln. Zumal das Wetter meist auch mitspielt. Diese Sehenswürdigkeit muss man bei einem Urlaub, bzw. einer Städtereise nach Marseille einfach besuchen.

Das Château d’If, einst Festung und Gefängnis, liegt auf einer Insel und ist mit einem Ausflugsschiff erreichbar.
Zahlreiche Fischerei- und Yachthäfen, laden ebenfalls zum schauen und bummeln ein.
Bedingt durch die Topographie und dem großen Hafen, gibt es vergleichsweise wenige Möglichkeiten zum Baden. Wer einen Strand sucht, wird am ehesten im Süden von Marseille fündig. An der Küstenpromenade (Corniche), liegt beispielsweise der größte Sandstrand Marseilles, der Plage du Prado.
Es gibt zahlreiche Museen für Kunst und weitere Themen, diese drei, wurden zum Jahr der Kulturhauptstadt Europas 2013 eröffnet:

  • Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)
  • Museum der Schönen Künste (Musée des Beaux-Arts)
  • Musée Regards de Provence mit Wechselausstellungen zu Marseille, der Provence und dem Mittelmeerraum.

Ausflüge in die Region

Die Hügelkette Chaîne de l’Estaque, mit kleinen Fischerdörfern, Wanderwegen und Aussichtspunkten, erstreckt sich in etwa zwischen Marseille und dem Étang de Berre. Letzterer, ein Salzwassersee (bzw. Haff) ist ebenfalls sehenswert. Allerdings gibt es bedingt durch Industrie, Häfen und Flughafen, an manchen Stellen, nicht nur ökologische Probleme.
Tipp: Cassis und die Calanques, liegen südlich von Marseille. Bei den Calanques, handelt es sich um Buchten, welche wie Fjorde, in das Felsmassiv eingeschnitten sind. Die wichtigsten dieser Meeresarme liegen zwischen Marseille und dem malerischen kleinen Hafenstädtchen Cassis. In dem Gebiet kann man an kleinen Badestellen Baden, durch das Massiv Wandern (Achtung, nicht ungefährlich!) oder sich das Ganze bei einer Bootstour vom Meer aus ansehen.

Anreise & Unterkünfte

Der Nahverkehr in der Stadt ist mit U- Bahn, Straßenbahn und Bus recht gut ausgebaut.
Flüge von den wichtigsten Flughäfen in Deutschland, gibt es zum Flughafen Marseille.
Mit dem TGV und Bahn, z.B. ab Frankfurt, kommt man ebenfalls in die südfranzösische Metropole.
Viele werden auch die eigene Anreise, mit dem PKW, bevorzugen, beispielsweise um auch weitere Sehenswürdigkeiten und Orte, in der Region Provence, zu besuchen. Die Entfernung Freiburg im Breisgau – Marseille, beträgt über die Autobahn z.B. ca 800 km.
Ein Hotel finden man in Marseille in allen Kategorien und Preisklassen. Eine Ferienwohnung oder besonders ein Ferienhaus zu finden, ist schon schwerer. Auch die zahlreichen Hostels sind beliebt.
Für einen reinen Urlaub, an Strand und Meer, ist die Metropole dagegen weniger geeignet, auch wenn man vereinzelte Hotels auch an der Küste finden kann.

Fazit

Die Hafenstadt Marseille, am Mittelmeer, mit ihrem mediterranen Klima und häufigen guten Wetter, hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, welche man besuchen sollte. Ich persönlich bevorzuge es allerdings, in einem der ruhigeren Orte, in der Umgebung, eine Unterkunft, wie Hotel oder Ferienwohnung, zu beziehen und in die Stadt hineinzufahren.

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